TestergebnisDer mittlerweile 11. Teil der Serie „Need for Speed“ ist erschienen. Die Erwartungen vieler Spieler wurden mit den letzten Teilen ein wenig enttäuscht. Ein mangelnder Einfallsreichtum in der Entwicklung der Spiele wurde beklagt. Sicherlich auch zu recht. Mit „Need for Speed Pro Street“ geht EA nun wieder den Schritt weg von den illegalen Autorennen durch die Stadt, hin zu Rennaktion auf der richtigen Rennpiste. Bei Rennveranstaltungen auf alten Flughäfen oder der Wüste muss der Spieler sich einen Namen machen. So beginnt man, wie schon in den vielen Teilen vorher, als kleine Nummer im Rennbusiness. Mit jedem gewonnen Rennevent steigt das Ansehen, bis man schließlich als der beste Rennfahrer gesehen wird. Die größte Neuerung des Spiels stellt wohl das Schadensmodell dar, welches zum ersten Mal zum Einsatz kommt. Jede Kollision, ob mit einem gegnerischen Fahrzeug oder der Mauer, beschädigt den eigenen Wagen. Durch diese Beschädigungen verändert der Rennwagen seine Fahreigenschaften. Wer also meint rüpelhaft seine Gegner aus dem Weg schaffen zu können, endet nicht selten mit einem kaputten Wagen am Fahrbahnrand. Unterschieden wird zwischen leichtem Schaden, schwerem Schaden und Totalschaden. Nach einem Rennen, in dem man sein Auto beschädigt hat, muss man es reparieren lassen um ein neues Rennen starten zu können. So wirkt sich eine ungestüme Fahrweise auch auf das Konto des Spielers aus. Wie gewohnt steigt mit dem Niveau des Fahrers auch das Niveau der verfügbaren Autos. Zunächst beginnt man mit dem Golf GTI von VW. Wenn man fleißig Rennen für sich entscheidet, kann man sich bis zu den Spitzenmodellen von Porsche hocharbeiten. Natürlich wäre ein „Need for Speed“ –Spiel kein „Need for Speed“ –Spiel, wenn man seine erworbenen Serienmodelle nicht tunen könnte. Einsteiger können auf gespeicherte Einstellungen zurückgreifen. Erfahrene Tuner, die möglicherweise auch in der Realität mit Autos hantieren, können spezielle Einstellungen vornehmen, um einen weiteren Vorteil vor den computergesteuerten Gegner zu haben. So steht ein leistungsbezogenes Tuning im Vordergrund. Äußerliche Änderungen sind auch möglich, stehen jedoch nicht so im Vordergrund. Endlich ist das Dragrennen zurück. Nachdem der Dragmodus in „Need for Speed Carbon“ nicht zur Verfügung stand, erstrahlt er in „Need for Speed Pro Street“ in neuem Glanze. Auf einer viertel Meile oder auch einer halben Meile zählen das perfekte Schalten und die Motorstärke. Kurz vor dem Start werden die Reifen durch einen Burnout auf Temperatur gebracht. Eine gute Reifentemperatur kann wichtige Sekundenbruchteile bringen, die über Sieg oder Niederlage entscheiden. Neu hinzugekommen ist der Speed-Challenge-Modus, bei dem es darum geht die höchste Punktzahl in den Streckensektoren zu bekommen. Die anderen Rennmodi sind auch schon aus den Vorgängerspielen bekannt. Hierzu zählen unter anderem Drift, Zeitfahren und das klassische Rennen. Schöne Landschaften, perfekt modellierte Autos, naturgetreue Spiegelungen auf dem Wagen und feine Staubaufwirbelungen sind dank DirectX 10 perfekt umgesetzt. Es handelt sich um eine neu entwickelte Grafikengine, die nicht wie bei den Vorgängern nur eine modifizierte Version des jeweiligen Vorgängers darstellte. Um das Schadensmodell einbauen zu können musste auch eine neue Physikengine entwickelt werden. Mit einem guten Soundsystem verwandelt man das heimische Wohnzimmer in eine Rennstrecke. Realistische Motorengeräusche und eine gute Grafik versprühen Rennfeeling pur. Damit verbunden sind hohe Systemanforderungen (um die volle Grafik auszunutzen benötigt man eine DirectX 10-Grafikkarte). Mit einem PC- Lenkrad macht „Pro Street“ am meisten Spaß. Die Vorgänger waren nicht besonders für Spieler mit Lenkrädern entwickelt. In dem neuen Teil hat sich dies geändert. Wer ein Lenkradset besitzt, welches drei Pedale hat, kann sogar manuell schalten. Da dem Testteam jedoch kein Lenkrad dieser Art zur Verfügung stand, konnte diese Funktion nicht getestet werden. Alles in Allem ist „Need for Speed Pro Street“ wieder ein Schritt nach vorne. Grafikweiterentwicklungen und die Rückkehr zu einem klassischen Rennspiel haben sich gelohnt. Mit dem neuen Schadensmodell und den vielen manuellen Tuningsmöglichkeiten bietet das Spiel neue Anreize für die Spieler dieser Welt.
TestsystemCPU: Intel Core 2 Duo E6600
Arbeitsspeicher: 2GB DDR Ram
Grafikkarte: NVidia GeForce 8600 GT
Problem:
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